Im Rahmen der 41. kantonale Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden im Kunstmuseum Olten wurde das Künstlerinnenduo Lea Fröhlicher (*1986) und Olivia Hegetschweiler (*1988) mit dem zweiten Auszeichnungspreises der Stadt Olten ausgezeichnet. Mit einem Preisgeld von 5’000 Franken würdigt die Stadt eine herausragende künstlerische Leistung und unterstreicht ihr kontinuierliches Engagement für die Förderung der Kunst im Kanton.

Die beiden Frauen begeistern seit 2017 mit innovativen Konzepten und kreativem Schaffen und zählen zu den jüngeren Teilnehmerinnen der Kantonalen Jahresausstellung. Beide verfolgen auch individuelle Projekte: Lea als Künstlerin, Filmemacherin und Kulturvermittlerin, und Olivia als freischaffende Szenografin. Lea ist eng mit dem Kanton Solothurn verbunden, während Olivia in Zürich lebt. Ihre Werke zeichnen sich durch eine lebendige Interaktion mit dem Publikum und die Fähigkeit aus, alltägliche Situationen in überraschende Erlebnisse zu verwandeln. In ihren Aktionen überwinden sie oft die Grenzen traditioneller Kunstkontexte, indem sie auch in Alltagsorten wie Rathäusern oder Bushäuschen performen. Ihre Kunstwerke haben selten Warencharakter und entstehen vorwiegend in situativen Momenten mit ihrem Publikum, was Fragen zur Lebensfähigkeit aus Kunst aufwirft.
Ein Beitrag zur Kunstförderung im Kanton
Die Verleihung des Auszeichnungspreises zeigt, wie engagierte Zusammenarbeit verschiedener Akteure des Kunst- und Kulturbereichs beeindruckende Resultate erzielen kann. In einem Kanton ohne eigenes Kunstmuseum übernehmen regionale Institutionen wie das Kunstmuseum Olten eine zentrale Rolle in der Förderung und Vermittlung von Kunst. Die Jahresausstellung schafft eine wertvolle Plattform, auf der Kunstschaffende der Region ihre Werke präsentieren und miteinander in Austausch treten können.
Einblicke in die zeitgenössische Kunstproduktion
Die Ausstellung im Kunstmuseum Olten bietet Besucherinnen und Besuchern nicht nur Einblicke in die regionale Kunstproduktion, sondern regt zum Nachdenken über die fluiden Grenzen zwischen Kunst und Leben an. Fragen nach der künstlerischen Praxis und ihrer Rolle in der Gesellschaft werden spielerisch durch das Werk von Fröhlicher und Hegetschweiler aufgeworfen und machen neugierig auf mehr. Die Ausstellung verspricht ein vielseitiges und anregendes Kunsterlebnis, das Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Kantonale Jahresausstellung ist noch bis zum 1. Februar im Kunstmuseum Olten zu sehen.
pd




